18.04. Leipzig – Moritzbastei

da sind wir nun also. das erste mal im wunderschönen leipzig. warum uns der weg nicht früher hierher geführt hat, das weiß wohl niemand. wenn man aber sieht, was wir hier bisher verpasst haben, dann müssen wir uns wirklich selbst ins knie schießen, nicht schon häufiger hier gewesen zu sein. ein wahnsinn.
tja, dann rollen wir das feld mal von hinten auf oder zapfen den tag von morgens an oder zäumen das pferd von vorne auf oder beginnen jetzt einfach mal.

schön mit dem bus in der uni-stadt angekommen und alleine die vorfreude, den ganzen tag auf dem uni-campus zu stehen, hübsche studentinnen anschauen zu dürfen, gebildete wesen mit latte macchiatos um sich sitzen zu haben und sonnenschein wie in der karibik zu haben, veranlasst die ganze crew morgens artig aufzustehen und den tag in vollen zügen zu genießen.

die moritzbastei ist ein laden, wie man einen rock-club nicht besser hätte bauen können. komplett unterirdische, spooky kellerkatakomben mit toller bühne und dem ziel, verwirrte rockmusiker eiskalt verenden zu lassen, falls sie keinen tourmanager oder so nette betreuerinnen wie wir die “suse” haben. die hat uns nämlich ganz wunderbar betreut und wir haben uns alle ganz wohl gefühlt. vielen dank.

wahrscheinlich ist ganz leipzig mit der moritzbastei unterkellert, denn u-bahnen haben die da nicht. wir dachten uns im ersten moment: “ganz schön doof”, aber dann haben wir gemerkt, dass die leipziger das auch gar nicht brauchen. die fahren halt fahrrad und haben deswegen alle ganz wunderbare körper.
wir haben uns dann mal kurz frisch gemacht und schön in die sonne gelegt und akustikgitarre gespielt. die ganze szene hatte dann auch so eine hippieske anmutung. hat nur noch gefehlt, dass wir uns tücher um den kopf binden weite batik-kleider tragen. aber das passiert dann wahrscheinlich beim nächsten mal.
so haben wir also den ganzen tag mit abhängen verbracht und haben uns einen fetten sonnenbrand eingefangen.
jo sieht mittlerweile aus wie ein rotes tuch und fabis kopf ist so voller rotz, dass man ihn nur noch mit megafon ansprechen kann. ansonsten versteht der gar nichts. auch super ist, wenn man den ganzen tag die frage: “wie riechts denn hier? beschreib mal!” beantworten muss. tja, so ist das.
am nachmittag haben wir uns dann ein schönes schild gebastelt, besser gesagt david, unser mercher hat das gebastelt. hat er auch ganz toll gemacht. danke danke danke und so. jedenfalls haben wir uns unsere gitarren und das cajon geschnappt, das schild und den roten rucksack eingepackt und sind dann schön ab in die fußgängerzone, um flashmob-streetgig nummer 2 in leipzig durchzuziehen.

auf dem weg sind wir durch die uni gelaufen und haben uns quasi sehr oft verliebt. mann, mann, mann, die leipziger frauen…. auf 100 metern kamen da bestimmt 5 volltreffer. wir sind dann völlig glückselig ab in die fußgängerzone und haben uns da aufgebaut. tatsächlich waren da auch schon wieder leute, die unseren facebook-aufrufen folgen und auf uns warten. und dann gesellen sich ja auch immer noch viele neue leute dazu und so haben wir da erfolgreiche 20 minuten verbracht. insgesamt wieder schön benzingeld für die nächste stadt eingesackt. mit diesem 20 minuten lohn von 20 euro können wir sehr gut leben. mal schauen, ob uns die reichen münchner irgendwann noch mehr geben.

wir haben uns dann ganz artig fürs zuhören, da sein und laut in der fußgängerzone rumschreien bedankt und sind in ein ganz hippes studentencafe gegangen, wo wir dann auch mal schön eine halbe stunde auf den kaffee warten mussten. joa, einfach ruhe bewahren.

danach ab zum soundcheck, wo sich nichts außergewöhnliches ereignet hat, außer dass wir uns gefühlt haben, als würden wir im leipziger volksstadion spielen. so viel hall war da in der moritzbastei. aber wenn man die augen schließt und sich das dann tatsächlich mal vorstellt, dann findet man den gedanken ganz okay und freundet sich damit auch an. das nächste mal halt dann.

und dann war auch schon wieder interview-zeit und heute war das ganz besonders spannend, da wir ein interview ÜBER interviews geführt haben. mit dem konrad. von mephisto 97.6. das ist ein studentenradio. und dann haben wir das pärchenweise gemacht. wer sich das interview bald anhört, kann dann auch rausfinden, wer das war…verraten wollen wir es hier nicht. jedenfalls war das toll, mal so zu tun, als wären wir gelernte
kommunikationswissenschaftler und wüssten, wie das mit den interviews funktioniert. in wahrheit ist es ja eher so, dass wir fisch-gehirne haben und alles, was wir in interviews antworten erst eine sekunde vorher durch eine neurologische explosion im kopf durch die nase zu unserem mund geleitet wird und wir geben einfach nur wieder. quasi wie ein kasettenrekorder. aber wir haben uns wacker geschlagen. hört da mal rein!!

natürlich wollten wir auch unserer heutigen vorband “bad punchline” mal ein lautes hallo sagen, haben dies dann auch getan und uns den soundcheck angehört. sehr cooler disco-rock. so würden wir das beschreiben. die sagen noise-pop. auch okay. jedenfalls herzlichen dank fürs mitspielen und die haben das auch fantastisch auf der bühne gemacht.

dann das übliche. die routine greift um sich. rein in die konfirmationsanzüge und raus auf die bühne. und dann kein zurück mehr. LEIPZIG, IHR WART DER KRASSE HAMMER!!! eine zweimal ausverkaufte moritzbastei war das für uns. vielen vielen dank. ihr seid da unten abgegangen, als würdet ihr einen grund suchen, uns danach verklagen zu können. selbst 7 (!!!) gerissene gitarrensaiten und ein kaputter gitarrenverstärker konnten die leipziger und uns nicht stoppen.
wir haben dann halt unsere hits wie “enter sandman” oder so rausgehauen. die funktionieren immer.
LEIPZIG, ohne scheiß. wir zählen diese show zu den besten 5 killerpilze-shows of all time und so. wisst ihr, was das bedeutet?
bei “springt hoch” haben wir uns teilweise gefühlt, als wären wir slipknot. oder unheilig in death metal.

danach sind wir von der bühne gekrabbelt und mussten uns erstmal zu cluese-klängen besänftigen lassen. das war echt ein bisschen zu viel action in so kurzer zeit. rein unter die dusche (damit der puma-käfig nicht noch mehr nährboden bekommt) und dann noch ab in das leipziger nachtleben.
wir haben dann eigentlich nichts mehr gemacht außer frauen-brüste gefilmt und einige mädels mit auf den tourbus genommen.
it’s a hard knocks life.
danke fürs durchhalten, leipzig.
wir würden gerne wiederkommen, wenn ihr es uns erlaubt. danke an jeden einzelnen, der gekommen ist. punkt.

***irgendwie klappt das mit den bildern hier in hannover nicht*** wir versuchen sie nachzuliefern. sorry!!!

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32 Antworten auf 18.04. Leipzig – Moritzbastei

  1. Jule sagt:

    Na nicht schlecht…klingt nach einem aufregenden Tag in Leipzig…und das Nachtleben in Leipzig ist ja schließlich der absolute wahnsinn, wenn man mit den ricthtigen Leuten unterwegs ist…auch an einem Montag ;)
    DAnke für die Sandwiches
    Grüße aus Babelsberg :P

  2. Alina sagt:

    Leipzig wird in die Liste der 5 besten Konzerte aufgenommen? Nicht schlecht.
    War aber auch wirklich geil.
    Weiter so =)

  3. fine sagt:

    Leipzig war der absolute Hammer !!
    Ihr müsst auf jeden fall wieder kommen

  4. Kristin sagt:

    Leipzig war genial und danke für das Kompliment das wir in die Top5 aufgenommen wurden :)
    Ja ihr dürft gerne wieder kommen, gerne auch 365 Tage im Jahr xD

  5. Riichen sagt:

    Waaaah. Leipzig war so hammer, so fett, so geil. Das beste was ich bisher erlebt hab … und wahrscheinlich wird des auch erstmal so bleiben. Euch soll mal einer topen!
    ihr habt mal so erichtig die Bude gerockt, da konnte man nur abgehen ;D
    Danke, danke, danke nochmal. :’)

    weher ihr kommt nicht bald wieder her!! :D

    Und danke für’s Kompliment: “eine zweimal ausverkaufte moritzbastei war das für uns. vielen vielen dank. ihr seid da unten abgegangen, als würdet ihr einen grund suchen, uns danach verklagen zu können.”

  6. Tapejunkie sagt:

    Also wenn ihr nach München kommt, einen Spontan-Flashmob (inkl. rotem Rucksack) startet, dazu auch noch nett ausseht und schön singt, werden wir euch die 5 €-Scheine so dermaßen in die Boxer-Shorts schieben, dass ihr euch vorkommen werdet wie Poledancer (gibt es überhaupt männliche?). Heißbegehrte Poledancer ;)
    Macht immer wieder Spaß euren Blog zu lesen. Was werden wir nur machen wenn ihr nicht mehr auf Tour seid???

  7. Steffi sagt:

    Es war einfach nur ein hammer geiles Konzert gewsesen in Leipzig ich würde mich aufjedenfall freuen wenn ihr wieder in meine Heimatstadt kommt und noch paar konzerte gebt.

  8. Jeessie sagt:

    Leipzig war hammer und ihr seit auch abgegangen wie schmitz katze auf der bühne. Danke für die komplimente und ja ihr dürft gerne wieder kommen am besten ihr komt gleich nach Nordhausen( Thüringen) ;)
    Ihr seit die besten und ihr werdet es auch immer bleiben.
    LG Jass

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